Ab und zu zeigt sich ja der Mond in seiner ganzen Pracht. Die monatlichen Vollmondnächte werden von den Zeiten getoppt, in denen man von einem Supermond spricht. Das ist dann der Fall, wenn der Vollmond der Erde besonders nah kommt. Unsere Photoauszeit-Coaches haben deshalb ein paar Tipps für Euch, wie Ihr den Mond am Besten in Szene setzt.

Photoauszeit-Tipps zur Mondfotografie

1. Ihr benötigt Eure Kamera, ein Objektiv mit möglichst langer Brennweite, vielleicht ergänzt durch einen Telekonverter. Um „Verwackler“ zu vermeiden empfiehlt sich neben einem notwendigen Stativ der Einsatz eines Fernauslösers.

2. Wir empfehlen, wie eigentlich immer, die Bilder in RAW-Qualität aufzunehmen, was Euch bei der Nachbearbeitung erhebliche Vorteile bringt.

3. Sucht Euch einen Standort mit freier Sicht auf den Mond und ohne beeinträchtigende Lichtquellen. Sinnvoll ist es, um Streulichter weiter auszuschließen, die Gegenlichtblende auf das Objektiv zu schrauben.

4. Bei Aufnahme einer hellen Lichtquelle kommt es oft zu Überstrahlungen, so dass vom Mond am Ende nur ein heller Kreis übrigbleibt. Deshalb solltet Ihr die Belichtung MANUELL einstellen. Traut auch also einfach mal an den Modus M heran. Um einen ungefähren Wert zu haben, könnt Ihr ja zuvor einmal im Blendenvorwahlmodus die Belichtungszeit anzeigen lassen. Dazu wählt Ihr am besten die „Spotmessung“ Eurer Kamera. Ihr müsst Euch aber ohnehin an die optimale Belichtung herantasten. Wir empfehlen, zur Vermeidung von Rauscheffekten, die ISO so gering wie möglich einzustellen. Und in jedem Fall AUTO-ISO ausschalten!

So nicht

Misslungen: Der Mond überstrahlt, der Fotograf ärgert sich. 400 ISO, Blende 6,3, 0,5 Sek., 600mm

So schon

ISO 100, Blende 8, 1/15 Sek, 600 mmm

5. Die Belichtungszeit sollte, um Wackler zu vermeiden, ohne Stativeinsatz nicht unter 1/30 Sekunde liegen. Aber hier müsst Ihr probieren und auch gerne mal eine längere Belichtungszeit einsetzen. In der Regel sollte die Belichtungszeit um so kürzer sein, je länger die Brennweite wird. Die Probleme erspart Ihr Euch mit der Benutzung eines Stativs.

6. Bei der zu wählenden Blende empfehlen wir eine Einstellung zwischen Blende 8 und Blende 11.

7. Wenn es möglich ist, kann man die Schärfe mit dem Autofokus suchen lassen. Gelingt das nicht, oder muss man nachschärfen, sollte das manuell erfolge. Nach der Einstellung der Schärfe unbedingt auf MF schalten, mit sich während der Fotoreihe die Schärfeeinstellung nicht mehr verändern kann.

8. Bei einer Spiegelreflexkamera sollte man – soweit das möglich ist – die Spiegelvorauslösung einschalten.

9. Kontrolliert zwischendurch immer Eure Ergebnisse und verändert die Einstellungen bei Blende und Belichtungszeit.

10. Viel Freude und Erfolg!

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